Sonniger Start in die Saison: Freibad Bodenfelde hat geöffnet 

Bodenfelde. „So warm wie heute hatten wir es noch nicht oft“, freute sich am Sonntag Hansjörg Mascher vom Freibad-Förderverein Bodenfelde bei der Saisoneröffnung.

 

Nach 14 Tagen Aufwärmzeit zeigte das Thermometer für das Badewasser 18 Grad Celsius. „Wir hatten auch schon 12 Grad. Das tut weh“, erinnerte sich der Fördervereins-Vorsitzende, der traditionell mit Helfern die Becken mit einem Sprung ins Wasser freigibt. Bei schönstem Sommerwetter war die Zahl der Freiwilligen diesmal groß.

Derweil genoss ein Teil der Besucher auf der Terrasse ein Stück Kuchen. Für die Unterhaltung sorgte wieder der Musikverein Bodenfelde. Gekommen war auch Bürgermeister Mirko von Pietrowski, der die Gelegenheit nutzte, den Aktiven des Fördervereins zu danken. Mit ihrer wertvollen Hilfe unterstützten sie an vielen Stellen Schwimmmeisterin Carmen Seybold, die hervorragende Arbeit insbesondere für die Schwimmbadtechnik geleistet habe.

Laut Überprüfung seien die Wasserwerte super und das Bürgerbad in einem hygienischen und sauberen Gesamtzustand, betonte Bürgermeister von Pietrowski. Er dankte den Helfern der DLRG, deren Rettungsschwimmer an besucherstarken Tagen die Schwimmaufsicht im Freibad unterstützen.

Neu ist im Freibad neben vier Sonnenliegen und einem Sonnensegel über der Matschanlage, die Möglichkeit über einen WLAN-Hotspot kostenlos im Internet zu surfen. Die alte Kupferleitung vom Freibad bis zur modernen Glasfaserschaltstelle mache zwar noch Schwierigkeiten. Bei einem Test habe er aber 5,5 Mbit im Download erreicht, sagte von Pietrowski.

Das Freibad sei wichtig als Begegnungsstätte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie als Kulisse für kulturelle Begegnungen. Von Pietrowski: „Hier wird unseren Kindern noch das Schwimmen beigebracht. Das kann Leben retten und ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr.“

50 000 Euro hat das Bad den Flecken im Jahr 2017 gekostet. Bei 88 000 Euro Ausgaben für Personal, Unterhaltung und Bewirtschaftung wurden 38 000 Euro Einnahmen erzielt – bei 10 000 Besuchern.

Ein Baustein, um das Bad attraktiver zu gestalten und damit das Defizit kleiner werden zu lassen, sei wärmeres Badewasser, sagte der Bürgermeister. Die Gemeinde hat Fördergeld für eine Solarabsorberanlage beantragt: Durch schwarze Schlauchleitungen auf dem Dach soll das Badewasser mit Sonnenkraft um 2 bis 4 Grad Celsius erwärmt werden. Für insgesamt 146 000 Euro könnte auch das 50 Jahre alte, marode Dach repariert werden.

Ob Fördergeld kommt, steht noch nicht fest. Aber: „Es sieht wohl gut aus“, sagte von Pietrowski nach einem Telefonat mit dem Amt für regionale Landesentwicklung. Im Raum steht ein Zuschuss von 91 000 Euro. 55 000 Euro müssten an Eigenmitteln gestemmt werden. (shx)

Saisonstart an Muttertag

Bodenfeldes Freibad-Betreiber hoffen auf warmen Sommer

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Warten auf Sonnenschein und Badegäste: Im vergangenen Jahr wagte sich Lukas Trebing als erster Schwimmer ins Wasser. Das ist einige Tage vor der Saisoneröffnung 2018 bereits 17 bis 18 Grad Celsius war.  

Bodenfelde. An Muttertag beginnt im Freibad Bodenfelde die Saison. Alles ist angerichtet. Schäden wurden mittlerweile beseitigt. Allerdings werden noch Helfer gesucht.

 

Vier Tage lief das Wasser ins große Becken, eineinhalb Tage dauerte es, bis das Nichtschwimmer-Becken voll war. Jetzt ist das Wasser 17 bis 18 Grad Celsius warm und perfekt für die Eröffnung der Saison im Freibad Bodenfelde. Wie jedes Jahr ist es am Muttertag soweit. Um Punkt 15 Uhr ist am Sonntag, 13. Mai, Anschwimmen.

„Ich werde dabei sein“, kündigt Hansjörg Mascher, Vorsitzender des Freibad-Fördervereins an. Das Anschwimmen mit je nach Wetterlage mehr oder weniger vielen Kandidaten ist Tradition in Bodenfelde. Für Unterhaltung sorgt am ersten Badetag der Musikverein und es gibt Kaffee und Kuchen.

Obwohl in dieser Woche im Bad am Nienoverer Weg noch fleißig gearbeitet wird, ist das Wesentliche für die ersten Badegäste getan. Bereits am 1. März hat Schwimmmeisterin Carmen Seybold ihre Arbeit aufgenommen. „Die Technik läuft“, berichtet Mascher.

Die Probleme, die es gab, sind gelöst. So hatte das Sturmtief Friederike im Januar Schäden am Dach angerichtet. Diese seien als Versicherungsschaden von einem Fachunternehmen beseitigt worden, berichtet der Fördervereins-Vorsitzende. „Wir räumen jetzt unter dem Dach den Dreck weg.“ Außerdem sind noch etliche Liter Farbe zu verstreichen.

„Wir haben wenige Helfer, aber die sind effektiv“, lobt Mascher den Einsatz der etwa zehn Freiwilligen, die bei den Arbeitseinsätzen seit Anfang April fleißig mit anpacken.

Unter anderem brachten sie über der Matschanlage für die Kinder ein Sonnensegel an, das ein privater Spender finanziert hat. Erwachsene Besucher dürfen sich auf ergonomische Holzliegen freuen, die ein Unternehmen aus Amelith fertigt. Die Fundamente dafür müssen diese Woche noch hergerichtet werden. Auch ein Teil der Grünflächen steht auf der Arbeitsliste der Helfer. Ein Landwirt hat bei der Bodenvorbereitung für eine Rasenfläche, die noch neu eingesät wird, geholfen.

Unterstützung benötigt der Förderverein, der sich in Bodenfelde bereits seit Jahren um den Betrieb des Bades kümmert, in der Cafeteria. „Wir brauchen noch Helfer“, sagt Mascher. Wegen der personellen Engpässe ist die Cafeteria nur in einer Kernzeit von 14 bis 16 Uhr eröffnet, bei Superwetter will man möglichst länger verkaufen.

Auch die Öffnungszeiten des Freibades hängen vom Wetter ab. Ist es sehr schlecht, wird zugemacht. Bei Sommerhitze wird die Badezeit ausgedehnt. Nach der verregneten Badesaison 2017 hofft man in Bodenfelde auf einen warmen Sommer. Vorsitzender Mascher: „Wir brauchen so viel Sonnenschein wie in den letzten Wochen.“

Geöffnet ist das Freibad Bodenfelde montags bis freitags von 13 bis 18 Uhr sowie am Wochenende und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen 2 Euro. Es gibt auch 11er Karten und Saisonkarten.

700 Besucher

Freibad-Förderverein Bodenfelde jubelt nach gut besuchter Lichternacht

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Alles besetzt: So voll wie hier bei der Nacht der 1000 Lichter wünschen es sich die Freibad-Betreiber in Bodenfelde öfter.

Bodenfelde. Tagsüber freuten sich die Verantwortlichen vom Freibad-Förderverein Bodenfelde schon wie verrückt, als entgegen den Vorhersagen die Sonne schien. Das Wetter hielt und bescherte den Gastgebern der Nacht der 1000 Lichter im Freibad 700 Besucher und machte alle glücklich.

 

Christian Scheffer, Ideengeber und Verantwortlicher für die Feier, war vollkommen begeistert, zum einen über die Resonanz, zum anderen über die gute Stimmung. So viele Gäste – jüngere und auch älteren – feierten miteinander bis in die Nacht. Erst mit dem Regen gegen 3.30 Uhr verließen die letzten Gäste das Fest.

Schon früh viel los

Bei der Premiere im Vorjahr waren weniger als die Hälfte gekommen. Diesmal saßen schon um 21 Uhr 400 Gäste an den Tischen, auf der großen Treppe und überall, wo Sitzgelegenheiten bereitstanden. Überall hingen auch Girlanden und ähnliche Lichter, auf der Liegewiese stand eine Riesenbühne, auf der Discjockey Mario Knops auflegte.

Im Freibad genossen viele Gäste, vor allem Kinder und Jugendliche, den lauen Sommerabend im Wasser. Für Kinder regnete es im Nichtschwimmerbecken Knicklichter, die Organisator Scheffer und Schwimmmeisterin Carmen Seybold ins Becken warfen.

Später tanzten 100 Besucher vor der großen Bühne, während die Freibad-Anlage durch die vielen Lichter leuchtete. Christian Scheffer und sein Team sind derart motiviert worden, dass sie sogleich den Termin für die dritte Nacht der 1000 Lichter buchten: Am 28. Juli 2018 erwarten sie noch eine Steigerung und hoffen auf 1000 Besucher. Der Lichter-Discoabend soll sich etablieren und vor allem eine feste Bodenfelder Einrichtung werden, auf die sich alle freuen können.

Viele Helfer und Sponsoren

Möglich wurde das Lichterfest nicht nur durch die vielen Helfer, sondern auch durch Sponsoren wie die Firma Prolinetec aus Uslar. Die freute sich so über das gelungene Fest, berichtet Christian Scheffer, dass sie für 2018 zugesagt hat, die Markierungen auf dem Parkplatz vorm Freibad zu erneuern.

Im Einsatz waren unter anderem auch die DLRG bei der Badeaufsicht und die Johanniter mit dem Sanitätsdienst sowie der benachbarte Reiterverein mit großer Unterstützung beim Helfen. (fsd)

Zweite Auflage des Bodenfelder Triathlons lockt 120 Starter – Platz eins geht an Christian Haupt

Der Sieger kam mit dem Rad

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Start im Freibad: Los ging es mit dem Schwimmen, bevor die Sportler auf ihre Räder stiegen und danach schließlich die Laufschuhe anzogen. Fotos: zsv

Bodenfelde. Der Triathlon in Bodenfelde ist auf dem besten Wege, sich zu einer festen Größe im Sportkalender der Region zu mausern. Von den vorab gemeldeten 200 Startern kamen am Samstag zur zweiten Auflage des „Weser-Hammers“ jedoch lediglich 120.

 

Dennoch waren Organisator Dr. Erbil Kurt und sein Team zufrieden.

Sieger: Christian Haupt kam nach 1:12,01 Stunden ins Ziel.
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Sieger: Christian Haupt kam nach 1:12,01 Stunden ins Ziel.

Star auf der Strecke war der amtierende Vize-Europameister über die Mittelstrecke, Christian Haupt. Nach 1:12,01 Stunden kam der Ausnahme-Sportler, der für Hannover 96 antritt, als Erster ins Ziel. Kurios: Haupt, der sich auch bereits für die Teilnahme am Ironman auf Hawaii qualifiziert hat, reiste zur Einstimmung kurzerhand mit dem Fahrrad aus der Landeshauptstadt an. Bei den Damen siegte Karina Sosanski aus Göttingen (1:28,42). Bei den Staffeln setzte sich die Juristen-Staffel mit Startern aus drei niedersächsischen Amtsgerichten durch.

In drei Etappen begannen die Sportler den Wettbewerb im 22 Grad kühlen Wasser des Freibades. Nach 500 Metern wechselten sie aufs Rad, um die anspruchsvolle Strecke zu bewältigen. 28 Kilometer lang und mit 600 Höhenmetern versehen war die Tour im Dreiländereck von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Mit einem Fünf-Kilometer-Lauf entlang der Weserpromenade endete der Wettkampf.

„Das ist super organisiert und die Strecke hat es in sich“, lobte der Präsident des niedersächsischen Triathlon-Verbandes, Winfried Barkschat. „Der Triathlon ist ein Aushängeschild für den Ort“, freute sich auch Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski.

„Das war ein Kraftakt, den wir nur mit Hilfe von 90 Freiwilligen stemmen konnten“, sagte Erbil Kurt. Er dankte den Feuerwehren aus Bodenfelde, Oberweser und Wahlsburg, den DLRG-Ortsgruppen Bodenfelde und Uslar sowie dem Freibadförderverein und dem Sportclub. „Wir könnten theoretisch bis zu 1000 Starter stemmen“, sagt er. Bei der nächsten Auflage im Jahr 2017 will er zusätzlich aber erstmal eine Mittelstrecke mit 90 Kilometer Radfahren, zehn Kilometer Laufen und zwei Kilometer Schwimmen anbieten. (zsv)

Heeresmusikkorps Kassel begeistert mit Polka und Walzer im Freibad Bodenfelde

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Marschmusik vom Feinsten: Vor 200 schunkelfreudigen Zuschauern spielte das Heeresmusikkorps Kassel in Egerländerbesetzung im Freibad Bodenfelde. Der Erlös geht an das Forum Kinderarmut. Foto: Porath

Bodenfelde. Das Heeresmusikkorps Kassel und der Bodenfelder Schüttenhoff pflegen seit Jahren gute Beziehungen. Die lassen sich auch durch viel Wasser vom Himmel nicht belasten, wie das Benefizkonzert zugunsten des Forums Kinderarmut vor 200 Zuschauern im Freibad zeigte.

 

Um sowohl Zuschauer wie auch Musiker trocken durch den Abend zu bringen, hatten die freiwilligen Helfer keine Mühen gescheut, einen überdachten Bühnenanhänger besorgt und den geschützten Raum vor den Umkleidekabinen für das Publikum bestuhlt. Weil die 19 Musiker, eine Musikerin und der Dirigent nicht auf den Anhänger passten, musste noch einmal umdisponiert werden. Die Stühle für das Publikum wurden gedreht und das Musikkorps vor dem Eingang zum Freibad-Café platziert.

Den ersten Knaller des Abends lieferten die Schüttenhoff-Mitglieder selbst. Sie hatten zwei Kanonen auf der Freibad-Wiese aufgebaut, die mit je zwei Schuss das Konzert eröffneten.

Erstklassige Blasmusik

Vom ersten Stück an kamen die Fans erstklassig intonierter Blasmusik auf ihre Kosten. Der Chef des Heeresmusikkorps, Major Tobias Terhardt, hatte seine „Egerländerbesetzung“ mit ihrem Dirigenten Jan Schörter mitgebracht. Sie spielten Märsche, Polka und Walzer und brachten das Publikum nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit einem gut aufgelegten Moderator in Schwung. Hauptfeldwebel Rainer Hartel, im Orchester als Schlagzeuger aktiv, hatte den Job nach eigenen Angaben spontan übernehmen müssen, erwies sich jedoch als echter Glücksgriff.

In breitem Bayerisch führte er mit vielen Anekdoten sehr ausführlich durch das Programm und ermunterte die Zuschauer zum Mitmachen. Bis letztes Jahr habe das Ensemble noch gut besuchte Schunkel-Workshops angeboten, so Hartel, die seien jetzt leider aus Kostengründen gestrichen worden. Nachhilfe beim Schunkeln brauchten die Bodenfelder dann doch nicht. Sie spendeten dem Orchester schon vor der Pause lang anhaltenden Beifall und Bravo-Rufe.

Die Zugabe hatte es sich damit redlich verdient. Es gab, wie könnte es anders sein, den „Schüttenhoff-Marsch“. (zyp)


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